antisemitische Plakatierungen in Paris

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In den letzten Tagen wiederholten sich in Paris antisemitische Plakatierungen, die schon 2010 für Aufsehen sorgten :

 

2010 bezog sich ein Plakat auf ein antisemitisches Machwerk namens « die jüdische Mafia », dessen Cover für das Plakat verwendet wurde, versehen mit Worten wie « Betrug », « Drogen », « Mord ».HAOLAM-PARIS-AFFICHE-MAFIA-JUIVE.jpg

 

« Mit einer Mischung aus Traurigkeit und Wut angesichts des Überleben eines primären Antisemitismus » hätte er diese Bilder entdeckt, erklärte Paul-Jacob Dana, ein Bewohner von Boulogne, der eines dieser Plakate entdeckt hatte. Der Sozialist Christophe Girard, Stadtabgeordneter für Kultur im Rathaus von Paris, erklärte : « Es ist völlig unerträglich, solche Dinge im Jahr 2010 zu sehen. Als ich dies entdeckt hatte, ich kam gerade von Freunden, die im 11. Arrondissement von Paris leben, war mein Reflex, etwas zu suchen, um die (hoch angebrachten) Plakate zerreissen zu können ». (1) (2).

 

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Die kürzlich entdeckten Plakate sind wieder hasstriefend antisemitisch  (4) – im Vergleich dazu macht sich das von Walter Herrmann in Köln ausgestellte Bild eines jüdischen Kinderfressers kinderfresser kleinals niedliches Bild fürs Poesiealbum aus.

 

Das Büro für Wachsamkeit gegen den Antisemitismus (Bureau national de vigilance contre l'antisémitisme BNVA) suchte den Grafiker dieser Plakate zu ermitteln und stiess auf eine Site einer Jugendorganisation der Front National, ja derselben Front National, (3) dessen Vorsitzende Marine Le Pen sich kürzlich auf einer Good-will-Tour in den USA befand und freundliche Aufnahme durch Juden suchte – fast vergeblich, ausser, sehr schwerwiegend : der Vertreter Israels an der UNO folgte ihrer Einladung, später sagte er entschuldigend, er hätte sich in der Tür geirrt, (5) aber der Schaden war angerichtet : Diese Begegnung hätte « Missverständisse aus dem Weg geschafft zwischen der FN und den französischen Juden », so Marine Le Pen, die Äusserung ihres Vaters, die Konzentrationslager wären nur ein Detail des zweiten Weltkrieges gewesen, hätte man zu einer Karikatur der FN missbraucht. In einer Zeit, wo die traditionell sich eher nach rechts orientierenden französischen Juden durch die jüngsten Äusserungen und Handlungen von Sarkozy und Juppé sich im Stich gelassen fühlen, kann diese erfolgreiche Selbst-Entdiabolisierung durch Marine Le Pen grossen Schaden anrichten und diese Wähler in den Schoss der Rechtspopulisten der FN treiben.

 

Zurück zu den antisemitischen Plakaten in Paris : Die BNVA konnte mit diesen Quellenangaben Strafanzeige stellen gegen den Grafiker, der auf Facebook für sich wirbt, und zwar hier :

 

http://fr-fr.facebook.com/people/Zeon-Dessinateur/100000598475172

 

©Reiner Schleicher, http://reinerschleicher.over-blog.com

 

1) http://www.lepoint.fr/societe/des-affiches-antisemites-placardees-a-paris-26-11-2010-1267546_23.php

 

2) http://www.terredisrael.com/infos/?p=27181

 

3) http://fnjaquitaine.forumactif.fr/t8891-zeon-blog-des-dessins-satiriques

 

(4) http://dafina.net/gazette/article/les-antis%C3%A9mites-s%E2%80%99affichent-%C3%A0-paris?page=2

 

(5) http://www-org.guysen.com/article_Israel-a-l-ONU-et-la-bourde-Marine-Le-Pen_16664.html

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