der doppelte Verrat des Günter Grass

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Es gibt nur wenige Kommentatoren in dieser Debatte, die sich die Mühe gemacht haben, zu untersuchen, ob es sich um ein Gedicht handelt.


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Auf Cicero.de erschien nun eine Analyse des Textes von Grass in politischer UND literarischer Hinsicht, hier sind ein paar zusammenfassende Sätze :

« Doch ja, dies ist ein handwerklich gearbeitetes, ein Brechtsches Gedicht. In der Anstrengung der Kunst, die es vom Leitartikel unterscheidet, liegt seine Antwort auf die Spannung zwischen dem Sprechenwollen und dem Schweigenmüssen. Allerdings gerät diese Subjektivität der Form zunehmend in Widerspruch zu einem Objektivitätsanspruch, der dann doch in einen Leitartikelton führt: die „unbehinderte und permanente Kontrolle / des israelischen atomaren Potentials“ ... »

http://www.cicero.de/salon/guenter-grass-gestischer-rhythmus-prosaische-metrik-lyrische-hochstapelei/48966?seite=2

Von der Technik des Dichtens verstehe ich nicht viel. Diese Analyse bestärkt mich aber in meiner Einschätzung, dass Grass auch der literarischen Gattung Gedicht Gewalt angetan hat, um eine politische Botschaft loszuwerden, man diesen Text von Grass nicht nur auf politischem Gebiet kritisieren kann, sondern auch auf Grass ureigenen Gebiet, der Literatur.

Zum Verrat an einem angeblichem Freund von Grass (Israel) gesellt sich der Verrat an der Literatur selbst, für politische Zwecke und für das  prinzipienlose Marketing für die Person und die Marke Günter Grass.

Publié dans Antisemitismus

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