Die Verschleierungsbrille: ein Rückblick auf eine Erfolgsgeschichte - ein Aufsatz eines Studenten an einer Wirtschaftsfachschule aus dem Jahr 2020

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Zu den Juden gehörten schon immer besonders viele Entdecker und Erfinder. Sie entdeckten so Unnützliches wie die Verengung von Raum und Zeit zur Raumzeit und den Öpiduskomplex und erfanden so Brauchbares wie z.B. ein Gerät zur Umwandlung von Wasser ohne Kohlensäure in Wasser mit Kohlensäure.

 

Im Jahr 2012, vor acht Jahren also, hatten orthodoxe Juden eine Erfindung gemacht, die das Gesicht der Welt in den nächsten Jahren veränderte. Sie hatten eine neue Brille erfunden, mehr noch: sie hatten die Brille neu erfunden. « Ab einem Abstand von rund fünf Metern verschwimmt die Umgebung für den Brillenträger - einschließlich der unzüchtig gekleideten Frauen, die etwa Jeans und T-Shirt tragen. Die Gläser sollen Strenggläubige vor unkeuschen Blicken und ebensolchen Gedanken bewahren … » (1)

 

Glaubte man bis dahin, man trüge eine Brille, um besser zu sehen, war die jüdisch-orthodoxe Brille das Gegenteil davon.

 

Diese Erfindung war zu wichtig, um sie den orthodoxen Juden zu überlassen …

 

Heute, im Jahr 2020, hat die Verschleierungsbrille überall in der Welt Freunde und Abnehmer gefunden: Auf den Stränden von Tel Aviv bis Cannes: Die Verschleierungsbrille hilft eifersüchtigen Männern. Mit ihrer Hilfe sind sie nicht sicher, ob die Ehegattin da vorne mit einer guten Freundin tratscht oder mit einem fremden Mann knutscht. Im Zweifel für die Angeklagte und der häusliche Frieden bleibt bestehen.

 

Auf arabischen und palästinensischen Stränden kann, mit der Verschleierungsbrille ausgestattet, mancher der täglichen islamistischen Inquisition müde gewordene Moslem Frauen verschleiert sehen, die in Wirklichkeit gar nicht verschleiert sind und der islamistischen Sittenpolizei melden : « keine besonderen Vorkommnisse, alles verschleiert, business as usual ». Die islamistische Kontrolle über die arabischen Frauen wurde so durch eine jüdische List mithilfe von gefälschten arabischen Ursprungszeugnissen (für den Mossad einer der leichteren Übungen) und korrupten Geschäftsleuten ein wenig geschwächt.

 

In den USA ist die Verschleierungsbrille beliebt bei den Mormonen. Sie nutzen sie gerne während eines Aufenthalts in New York, Los Angeles oder einem anderen Sündenpfuhl des Landes. Freizügig gekleidete Frauen oder sich küssende Männer werden so übersehen, leider auch die Sehenswürdigkeiten, aber dafür gibt es ja Ansichtskarten. Und in Europa?

 

In Frankreich gab es viele aber diskrete Kunden … in der Gendarmerie: Statt einem ungeliebtem Gesetz Geltung zu verschaffen, dem Burka-Verbot, - eine Anstrengung, die manchmal einem Himmelfahrtskommando nahekam -, setzte der Gendarm seine als Sonnenbrille getarnte Verschleierungsbrille auf. Er wusste nun nicht, ob die Frau verschleiert war oder nicht, und was er nicht wusste machte ihn nicht heiss - das Ergebnis war, dass viele Frauen im Vollschleier unbestraft davon kamen. Aber auch über Autos anzündende und Geschäfte plündernde Kinder und Jugendliche in den Vorstädten von Paris fiel der künstliche Nebel der Verschleierungsbrille. Die Verschleierungsbrille machte den gestressten Gendarmen endlich das Leben leichter, sie konnten wieder ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen: Zu dritt nebeneinander auf engen Bürgersteigen marschieren und den Normal-Bürger auf die Strasse abdrängen, wo er sich nur mit Mühe vor rasenden Autos rettet …

 

Mehr noch: die Verschleierungsbrille hatte Auswirkungen auf die französische Innenpolitik: Beide, Nicolas Sarkozy, in der Präsidentschaftswahl 2017 erneut abgeschlagen, wie der wiedergewählte François Hollande feierten gleichermassen das Burka-Gesetz als ihren Erfolg. Innenminister Valls sagte, seiner Politik sei der deutliche Rückgang von Gewalt in den Vorstädten zu verdanken. (Jeder weiss, dass für beide Entwicklungen alleine die Verschleierungsbrille verantwortlich ist, aber nicht einmal das Satireblatt Le Canard Enchainé traut sich, das laut zu sagen.)

 

Nur in Deutschland gab es für die Verschleierungsbrille nie einen Markt. Sicher gab es ein paar Tausend Juden und Philosemiten, die spiegelverkehrt zu den pro-palästinensischen Israelboykotteuren alle möglichen Konsumgüter für den Privathaushalt aus Israel kaufen, ob sie sie brauchen oder nicht, eben aus Solidarität. Von ihnen abgesehen gab es in Deutschland praktisch keine Abnehmer für die Verschleierungsbrille. Warum dies so ist, das fand 2016 ein renommiertes Marktforschungsinstitut heraus: Zwei Argumente, beide mit derselben Wut vorgebracht, hatte die grosse Mehrzahl der befragten Deutschen dafür, dass sie die Verschleierungsbrille niemals kaufen würden: Sie würden es gar nicht einsehen, ihr gutes Geld für eine Brille auszugeben, mit der man schlechter sieht als ohne. Und die orthodoxen Juden hätten lieber auf einige Siedlungen verzichten sollen statt solchen Unfug zu produzieren, denn es sei doch vor allem wegen der israelischen Haltung in der Siedlungsfrage, dass auch im Jahr 2020 alle Friedenspläne für den Nahen Osten gescheitert sind, und das wird man wohl auch als Deutscher hoffentlich noch sagen dürfen. © Reiner Schleicher / http://reinerschleicher.over-blog.com

 

(1) http://www.spiegel.de/panorama/justiz/keuschheits-patrouille-in-jerusalem-verteilt-blickdichte-brillen-a-851889.html

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