die Butter und das Geld für die Butter

Publié le par reinerschleicher.over-blog.com

Vor einiger Zeit fragte ich Samuel Laster, Herausgeber der österreichischen Internetzeitschrift « die Jüdische », ob er Interesse hätte an einem Frankreich-Korrespondenten für seine Publikation. Hätte er, sehr sogar, nur zahlen könne er nichts.

 

Dies habe ich akzeptiert und ihm vergangenen Samstag einen längeren Artikel über den Führungswechsel bei der Front National zur Veröffentlichung zugesandt.

 

Am Sonntag wurde er dort veröffentlicht, am nächsten Tag wieder gelöscht.

Warum? Ich erhielt von ihm darauf keine Antwort.

 

Am Ende des Artikels gab es einen Hinweis auf mein Copyright. In der Onlinefassung auf http://www.juedische.at fehlte er. Warum? Ich erhielt von ihm darauf keine Antwort.

 

Auf der Onlinefassung auf der Jüdischen gab es den forschen Hinweis « exklusiv aus Paris ». Nun mag es ja sein, dass Samuel Laster so viele Frankreichkorrespondenten hat, die natürlich alle in Paris, wo sonst?, leben, dass er deswegen sich irrte. Obwohl – mein Profil auf Facebook ist eher wortkarg, mein Wohnort ist eigentlich nicht zu übersehen. Und warum « exklusiv »? Wurde das irgendwann vereinbart? Entweder im Vollrausch oder ich leide an Gedächtnisschwund oder eben: gar nicht.

 

Ein Autor gibt entweder die Rechte ab auf einen Artikel für eine Vergütung oder er ermöglicht die kostenlose Überlassung seines Artikels, behält aber dafür auch seine Rechte. Samuel Laster scheint nach dem Motto vorzugehen: Nichts geben, aber dafür das Maximale verlangen. Er will veröffentlichen, er will die Rechte, die Exklusivität und das Ganze für null Euro.

 

Da nichts vereinbart wurde über eine Exklusivität habe ich dem Artikel auch einem anderen Medium zur Veröffentlichung angeboten. Was liegt näher?

 

Wie nennt man jemand, der arbeiten darf, dafür nichts bekommt und obendrein seine Rechte verliert? Einen freien Mitarbeiter? Nein, einen Sklaven.

 

In Frankreich sagt man über so jemanden, der wolle beides gleichzeitig haben, die Butter und … das Geld für die Butter.

 

 

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