Juppé, Veolia, die Jerusalemer Tram und der kleine Sieg französischer Israelboykotteure

Publié le par reinerschleicher.over-blog.com

Was haben der Geburtsort meines Sohnes und meine Wasserrechnung mit der Jerusalemer Tram zu tun? Man sollte meinen, gar nichts, aber in unserer globalisierten Welt ist das anders. Die ersten Bilder aus Jerusalem mit der neuen Tram brachten mir ein déja-vu-Erlebnis, nein, leider nicht der Klagmauer, sondern der Tram, die schon seit Jahren in Strassburg fährt und wirklich eine aussergewöhnlich gelungene Verbindung schönes Design und Technologie ist. Veolia schliesslich, das steht oben auf meiner Wasserrechnung und das ist auch der Betreiber¨der Strassenbahn in Jerusalem. 

 

Und um nun wegzukommen von diesen Assoziationen, die ausser mich wirklich keinen Menschen interessieren:

 

Die sehr aktiven französischen Boykotteure des Apartheidstaates Israel hatten nicht nur Orangen und Avocados im Visier, sondern auch Veolia, die für die nächsten Jahrzehnte für den reibungslosen Betrieb der tram garantieren sollte. Und auch Alstom, zuständig für die Technik. Mit dem Rückzug von Veolia aus Citypass, dem Konsortium für die Tram, haben sie einen ersten Sieg errungen, den sie vor französischen Gerichten vervollständigen wollen. Gerüchteweise hätten die französischen Diplomaten in Jerusalem ihre Teilnahme an der Einweihung der Strassenbahn abgesagt, Juppé dementiert, es gebe keine Einweihung, also auch keine französische Absage.

 

Die Pro-Palästinenser wollen die Tramlinie verhindern, die die westlichen Stadtteile schliesslich mit den Kolonien in Ostjerusalem verbinden soll. Druck, Boykott, Prozesse in Verbindung mit der geplanten einseitigen Ausrufung des Staates Palästina sollen Friedensabkommen ersetzen.

 

http://www.info-palestine.net/article.php3?id_article=7335

 

http://identitejuive.com/jerusalem-lancement-du-tramway-vendredi/

 

http://www.rue89.com/via-marseille/quand-le-tramway-de-marseille-fait-un-detour-par-jerusalem

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