Meine Frage an Herrn Broder

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http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/es_geschieht_nichts_gutes/

 

Henryk Broder erhielt einen Preis, weil er sich für das Existenzrecht Israels

einsetzt (kein Witz), und sagte dazu unter anderem folgendes:

 

"Der andere Antisemit, der mit dem Aachener Friedenspreis geehrt wurde, ist ein ehemaliger Lehrer namens Walter Herrmann, in Köln inzwischen so bekannt und beliebt wie der Halve Hahn, 4711, Tünnes und Schäl. Seit Jahren präsentiert er auf der Kölner Domplatte eine “israelkritische Installation”, die wie eine Sonderausgabe des „Stürmer“ anmutet. Darin wird Israel nicht nur als Nachfolger des Dritten Reiches dargestellt, es wird auch die Frage gestellt, wie lange sich die Welt noch von den “Zionisten” erpressen lassen will. Der Kölner OB und sämtliche im Rat der Stadt Köln vertretenen Parteien haben sich von dieser “Installation” distanziert, aber weder das Kölner Ordnungsamt noch die Kölner Justiz sehen sich in der Lage, etwas zu unternehmen. Sogar eine Karikatur, auf der ein Jude ein vor ihm auf dem Teller liegendes palästinensisches Kind mit Messer und Gabel traktiert, wurde von der Kölner Staatsanwaltschaft als nicht antisemitisch und strafrechtlich unbedenklich bewertet. 

kinderfresser

Erlauben Sie mir, in aller Demut, eine Frage: Was haben Sie dagegen unternommen? Aachen liegt ja nicht weit von Köln. Ich weiß, was die deutsch-israelische Gesellschaft Köln und die Kölner jüdische Gemeinde unternommen haben: Nichts, denn beide halten sich an die Devise: Nur nicht provozieren, der Antisemit könnte böse werden. Und dann wird alles noch viel schlimmer." 

 

Erlauben Sie mir, Herr Broder, in aller Demut, eine Frage: Was haben Sie dagegen unternommen? 

Sie haben Artikel geschrieben. Das ist gut und wichtig, auch wenn mir auch an diesen Aritkeln nicht alles gefällt. Aber wenn es um irgendeine kollektive Aktion ging, Demonstration oder Petition, daran nimmt Herr Broder nicht teil, die eigene persönliche Profilierung käme dann wohl zu kurz. Der Name Broder in der Petition hätte geholfen, dass die Kölner Presse eine von 1.000 Personen unterschriebene Position nicht einfach hätte totschweigen können, dies hätte die Kampagne gegen die Hasswand unterstützt. Aber lieber erteilen Sie der Welt Lektionen als sich die Hände schmutzig zu machen.

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Martin Blumentritt 25/12/2011 11:51


HMB ist nun mal kein Petionsschriftsteller und tut, was er kann, indem er erhellende Text schreibt. Es wäre zwar eine gute Diät mal auf eine Demo zu gehen, da man als Schreibischtäter unter
Bewegungsarmut leidet und sich eine Wampe anlacht, aber es soll jeder das tun, was er am besten kann und das ist nun mal bei HMB Schreiben.

reinerschleicher.over-blog.com 25/12/2011 15:34



Um es zu erreichen, dass diese sogenannte Klagemauer verschwindet, 


ist Aufklärung nötig, wie die Artikel von Broder, Buurmann und anderen


aber auch kollektive Aktionen. Man muss kein Petitionsschriftsteller 


sein, was immer das sein mag, um eine Petition zu unterschreiben und


zu signalisieren: Ich unterstütze auch kollektive Aktionen.


Leider hat Broder das versäumt. 


 


Versäumnisse schmälern nicht andere Leistungen wie seine Artikel.


 


Auch von der Seite der Jüdischen Gemeinde gab es, da hat Broder wiederum


Recht, Versäumnisse.


 


Ich möchte meine Kritik an Broder als sicher etwas scharf, aber auch 


solidarisch verstanden wissen.