Ressentiment: aus dem Wörterbuch der Süddeutschen Zeitung

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aus der Süddeutschen Zeitung vom 17.05.11

Artikel "Friedenssignale aus Jerusalem"

 

  "Zudem bricht sich offenbar in Ägypten das alte Ressentiment gegen Israel Bahn (...) In der Nacht zum Montag versuchten Tausende Demonstranten die israelische Botschaft in Kairo zu stürmen, schoben Strassensperren beiseite, verbrannten eine israelische Flagge, zündeten Autos an und forderten die Ausweisung des Botschafters.  Die Polizei schoss mit Tränengas und scharfer Munition ..."

 

Eine recht seltsame Berichterstattung einer Zeitung, die ich dafür schätze, dass sie ihre Worte genau wählt. "Alte Ressentiments"? Würde dieser Begriff nicht mehr in die Kultur und den Zusammenhang passen, aus der er entnommen wurde, zum Beispiel zur Beschreibung anti-deutscher Ressentiments in Frankreich? Denn diese gibt es, aber was da in Ägypten geschieht, ist etwas anderes, es handelt sich um Antisemtismus, um fanatisierte Menschen, die sich nach Krieg sehnen,  aber so darf man das nicht bezeichnen. Dazu gehoert auch, dass aegyptische Kriegshetzer gegen Israel im Internet beschoenigend Facebook-Aktivisten genannt werden. Man nehme ein paar Fakten, die ein Journalist nicht ignorieren kann, vermenge sie gruendlich mit Begriffen, die die wahren Zusammenhaenge verklaeren, und man hat einen Artikel, in dem der Agressor voarab mildernde Umstaende bewilligt bekommt.

 

Publié dans Antisemitismus

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